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Pforzheimer Zeitung, Montag, 03. Juni 2002

Totentanz, Treppen und Tangfaden
Künstlergilde Buslat zeigt Werke von Dr. Eberhard Frank, Waltraud Monika Fischer und Christiane Scheu

"Drei Künstler, drei Temperamente, drei Techniken, eine Ausstellung - in der Künstlergilde Bauschlott im Schloß Bauschlott begegnen sich die gemalten und gezeichneten Bildwelten von Dr. Eberhard Frank und der verstorbenen Waltraud Monika Fischer mit dem Silberschmuck von Christiane Scheu.

Noch bis zum 30. Juni ist das gestern eröffnete künstlerische Kontrastprogramm zu sehen. ...

... Bei einem Spaziergang am Meer sammelte Christiane Scheu auf ihrer Suche nach Fundstücken mit besonderer Form einen langen Tangfaden auf, legte ihn für den Transport um den Hals - und schon war die Idee für eine Kette geboren, wie sie eine Abbildung auf der Einladung zur aktuellen zur aktuellen Künstlergilde-Buslat-Ausstellung zeigt. Das ist typisch für die 33-jährige Schmuckkünstlerin aus Neuenbürg - Dennach, die sich von organischen Formen aus Flora und Fauna, von der konstruktiven Lösung der Natur bei der Anatomie von Insekten, Mensch und Tier inspirieren lässt.

Da finden sich in der Bauschlotter Ausstellung aus geschwärztem Silber gefertigte Ketten aus kleinen Vogelschädeln neben solchen aus Masken oder wie exotische Geheimzeichen anmutenden Formen aus dem Biotechnik-Reservoir.

"Man muß sich loslösen von alten Sehgewohnheiten", erklärt Scheu zu ihren organisch anmutenden Objekten, die mal verspielt, mal mystisch wirken, immer jedoch zum genauen Hinschauen animieren. ... (Thomas Kurtz)

   
Pforzheimer Kurier, Montag, 03. Juni 2002

Genialitäten der Insektenwelt
Werke dreier Künstler im Bauschlotter Schloß zu sehen

Die Petite Suite für Klavier von Claude Debussy, meisterhaft gespielt von Marie-Luise Bodendorff und Vitalij Baglai, bildete das Entrée für eine ungewöhnliche Ausstellungseröffnung im Bauschlotter Schloß.

Gleich drei Künstler gaben mit ihren Werken Einblick in das künstlerische Schaffen.

Für die Schmuckkünstlerin Christiane Scheu ist es die erste Ausstellung. "Meine Sachen entstehen nicht auf dem Papier, sondern kommen von innen heraus", sagt sie bei der gut besuchten Vernissage.

Am liebsten verarbeitet sie Silber, das sie schwarz beize, um den Stücken eine neue "Atmosphäre" zu geben. Getragen erhalten dann die Ringe und Halsketten, deren Form sie aus der konstruktiven Genialität der Insektenwelt, des Menschen oder der Pflanzen holt, ganz arteigenen Gebrauchsspuren. "Lebensbejahend ist ihr Schmuck", betonte Eberhard Frank, der seine Bilder selbst vorstellte und mit einer ungewöhnlichen Einführung auch das Lebenswerk der verstorbenen Waltraud Monika Fischer würdigte. ...